Der erste eigene Fleißbot
Bot-API · Stand: August 2026
Ein Fleißbot ist alles, was einen HTTP-POST senden kann. Ein n8n-Workflow, ein Make-Szenario, ein Shell-Skript auf einem Server im Regal, ein Agent — was auch immer bei Ihnen die Fleißarbeit macht. Diese Seite zeigt die komplette Schnittstelle. Sie ist bewusst klein: eine URL, ein Token, ein JSON.
Sie bauen mit einem KI-Assistenten? Geben Sie ihm fleissbots.adlx.de/llms.txt — dort steht dieselbe Schnittstelle maschinenlesbar, mit Beispielen. Ein Satz wie „Bau mir einen Bot, der mir jeden Morgen X meldet“ reicht dann als Anforderung.
Was Sie brauchen
- Die Fleißbots-App auf Ihrem iPhone, angemeldet per Einladungscode.
- Einen Bot in Ihrem Leitstand mit zugehörigem Bot-Token. Den richten wir derzeit für Sie ein — eine kurze Mail genügt. Die Selbstanlage direkt in der App ist in Arbeit.
Das Bot-Token ist ein Geheimnis wie ein Passwort: Es gehört in eine Umgebungsvariable oder einen Credential-Speicher, nie in Quelltext oder Chat-Verläufe. Serverseitig speichern wir es nur als Hash.
In zwei Aufrufen zur ersten Nachricht
Basis-URL ist https://api.fleissbots.adlx.de, authentifiziert wird mit
Authorization: Bearer <BOT_TOKEN>. Erst holt sich der Bot seine
Konversationen (je Nutzer in Ihrem Leitstand eine), dann sendet er hinein:
# 1. Wohin darf der Bot senden?
curl -s https://api.fleissbots.adlx.de/api/v1/bot/conversations \
-H "Authorization: Bearer $BOT_TOKEN"
# → [{ "conversation_id": "…", "user": { "display_name": "…" }, … }]
# 2. Melden.
curl -s https://api.fleissbots.adlx.de/api/v1/bot/messages \
-H "Authorization: Bearer $BOT_TOKEN" \
-H "Content-Type: application/json" \
-d '{
"conversation_id": "HIER-DIE-ID-AUS-SCHRITT-1",
"type": "text",
"text": "Der erste Fleißbot meldet sich."
}'
Das war der ganze Weg. Die Nachricht liegt jetzt in der App, der Push ist unterwegs — Ihr Telefon meldet sich.
Die drei Bausteine
Melden
type: "text" mit Markdown-Teilmenge (fett, kursiv, Links, Listen). Was
wirklich dringend ist, bekommt "priority": "critical" — das wird auf dem
iPhone als zeitkritische Mitteilung zugestellt und durchbricht Fokus-Modi. Sparsam
einsetzen: Ein Fleißbot, der ständig ruft, wird stummgeschaltet.
Nachfragen
Steht eine Entscheidung an, sendet der Bot Schaltflächen — und bekommt die Antwort an seinen Webhook zurück (siehe unten):
{
"conversation_id": "…",
"type": "buttons",
"text": "Diese Rechnung weicht deutlich ab. Wie verfahren?",
"buttons": [
{ "id": "freigeben", "label": "Freigeben" },
{ "id": "pruefen", "label": "Prüfen lassen" }
]
}
Anhängen
type: "file" (oder image, audio) mit
attachment_url: Das Gateway lädt die Datei serverseitig herunter und legt
sie im eigenen Speicher in Deutschland ab — die App bekommt nie fremde URLs zu sehen.
Auch data:-URIs funktionieren; damit lassen sich z. B. Visitenkarten
(vCard) direkt im Workflow erzeugen und mitschicken, ohne irgendwo eine Datei zu hosten.
Ein begleitender text wird mit dem Anhang angezeigt.
Eingehende Nachrichten empfangen
Ein Fleißbot darf auch zuhören: Schreibt der Nutzer ihm (oder tippt eine Schaltfläche), stellt das Gateway die Nachricht per POST an die Webhook-URL des Bots zu — signiert, mit automatischen Wiederholversuchen. Der Rumpf sieht so aus:
{
"message_id": "…",
"conversation_id": "…",
"tenant_id": "…",
"user": { "id": "…", "display_name": "…" },
"timestamp": "2026-08-19T09:30:00.000Z",
"type": "text", // oder "button_reply", "image", "file", "audio"
"text": "…",
"button_reply": { // nur bei type "button_reply"
"id": "pruefen",
"label": "Prüfen lassen",
"in_reply_to": "message_id der Schaltflächen-Nachricht"
},
"attachment": { "url": "kurzlebige Download-URL", … } // nur bei Medien
}
- Signatur prüfen: Header
x-adlx-signatureist HMAC-SHA256 (hex) über den rohen Request-Body, Schlüssel ist das Webhook-Secret Ihres Bots. So ist sicher, dass die Nachricht wirklich vom Gateway kommt. - Schnell mit 200 antworten, die eigentliche Arbeit asynchron
erledigen und die Antwort über
POST /api/v1/bot/messagessenden. - Dauert die Arbeit spürbar, zeigt
POST /api/v1/bot/typing({ "conversation_id": "…" }) dem Nutzer ein flüchtiges „tippt …“ — ohne etwas zu speichern.
Ein rein proaktiver Bot (Monitoring, Digest, Nachtlauf-Report) braucht keinen erreichbaren Webhook — er nutzt nur die zwei Aufrufe aus dem Schnellstart.
Die Schnittstelle im Überblick
| Aufruf | Zweck |
|---|---|
GET /api/v1/bot/conversations |
Eigene Konversationen des Bots — die Ziele für proaktives Senden. |
POST /api/v1/bot/messages |
Nachricht senden: Text, Schaltflächen, Anhang; optional priority: "critical". |
POST /api/v1/bot/typing |
Flüchtiger „tippt …“-Hinweis während längerer Verarbeitung. |
| Webhook (Ihre URL) | Eingehende Nutzer-Nachrichten und Schaltflächen-Antworten, HMAC-signiert. |
Alle Pfade sind ratenbegrenzt; bei 429 mit Wartezeit erneut versuchen.
Push-Mitteilungen transportieren nie Klartext — das Gerät lädt Inhalte selbst nach.
Nachrichten werden nach 30 Tagen automatisch gelöscht, Anhänge eingeschlossen.
Ohne Code: die E-Mail-Adresse
Der schnellste Fleißbot braucht gar keinen HTTP-Aufruf: Jeder Bot bekommt auf Wunsch
eine geheime Einliefer-Adresse (etwa k7f3…@mail.fleissbots.adlx.de).
Was ein System dorthin mailt — Asana, Shop, Buchhaltung, Alarmanlage — wird geprüft
und als Meldung zugestellt. Angenommen werden nur Absender Ihrer Freigabeliste, die
zusätzlich SPF oder DKIM bestehen; Anhänge und technische Kopfzeilen werden verworfen,
gespeichert wird nur Absender, Betreff und Textauszug. Die Adresse legt Ihr ADLX-Bot
im Chat an, direkt nach dem Anlegen eines eigenen Fleißbots.
Und wenn Sie nicht bauen wollen
Dann lassen Sie machen. Wir bauen Fleißbots für Kunden — vom Lead-Melder bis zum Nachtlauf-Report. Anregungen dafür stehen im Rezept-Katalog; schreiben Sie uns, was beobachtet werden soll.
← Zurück zur Startseite